Renaissance der Flachsfaser - Warum Leinenstoffe voll im Trend liegen

Derzeit erleben Leinenstoffe einen ungeahnten Höhenflug. Lange als Hippie-Kleidung belächelt setzt sich die aus Flachs gewonnene Faser derzeit in den Fokus der Modeindustrie. Doch warum der Hype? 

 

Leinen ist atmungsaktiv und schmutzabweisend. Ausserdem leitet sie Wärme gut, hat also einen kühlenden Effekt auf die Haut. Die Faser ist sehr lange haltbar, strapazierfähig und angenehm zur Haut.

Der Boom wird aber vor allem durch den Vergleich von Leinen mit Baumwolle ersichtlich.

Für ein Kilo Leinenfasern wird zwischen 1000 und 2500 Liter Wasser benötigt. Für die gleiche Menge Baumwolle benötigt man allerdings rund 11000 Liter Wasser, also ein Vielfaches mehr.

Ausserdem ist Flachs (die Pflanze, aus der Leinen gewonnen wird) deutlich widerstandsfähiger gegen Keime und andere Schädlinge, sodass nur sehr wenige Pestizide und andere chemische Substanzen im Anbau von Flachs Verwendung finden (müssen). 

Aus rein modischer Sicht gibt es aber auch Kritik an der Wunderfaser: Der Stoff besitzt eine vergleichsweise geringe Elastizität. Dazu knittert er recht schnell. Beides ist aber für einige Teilbereiche der Textilindustrie kein Problem. Beispielsweise für Heimtextilien wie Bettwäsche sind die oben genannten Eigenschaften zu vernachlässigen. Ebenso wie für Gesichtsmasken. Hier ist eine weitere Eigenschaft extrem hilfreich: Das Material ist ein natürlicher Keimtöter sowie antistatisch und somit schmutzabweisend. Ideale Voraussetzungen für einen Mundschutz.

 

Unsere Designerin Ziskah hat daher der Faser eine ganze Kollektion gewidmet

 

Photo by Andrew Buchanan on Unsplash

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen